Corona Krise: Keine Nachteile für Immobilienkäufer

Die durch das neuartige Corona-Virus hervorgerufene Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 führt weltweit zu starken Einbußen in der Wirtschaft. Da die sich Aktienmärkte allesamt auf Talfahrt befinden, sind andere Anlagemodelle attraktiv, so z.B. Edelmetalle. Dabei sind die Konditionen für Wohnimmobilien meist besser.

Schon seit Beginn des Jahres gelten für Immobilienkäufer besonders günstige Konditionen beim Hauskauf durch günstige Immobilienkredite. Anders als bei anderen Anlagemodellen, wie beispielsweise Fonds, verzeichnen Immobilien aktuell keinen Wertverlust. Sie bilden damit zum Beispiel eine Möglichkeit für Anleger, die ihr Kapital aus Aktien ziehen müssen oder möchten. Außerdem herrscht durch die Corona-Krise eine hohe Nachfrage nach besonders sicher geltenden Bundesanleihen, anhand derer auch Bauzinsen festgelegt werden. Da nun auch die amerikanische Fed ihren Leitzins stark gesenkt hat, liegt das Zinsniveau bei allen einflussreichen Kapitalmärkten besonders niedrig. Finanzexperten weisen deshalb darauf hin, dass Immobilienkäufer aktuell besonders günstige Kredite für den Erwerb von Wohneigentum bekommen können. Selbst negative Bauzinsen könnten vereinzelt erzielt werden. Kaufinteressenten sollten deshalb die Augen offenhalten und die aktuellen günstigen Angebote nutzen.

Immobilienpreise bleiben konstant

Hinzu kommt, dass Wohnungskäufer nicht fürchten müssen, dass sich Immobilien zum jetzigen Zeitpunkt schlagartig verteuern. Andreas Schulten, Generalbevollmächtigter des unabhängigen Marktforschungsunternehmens bulwiengesa äußerte sich kürzlich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters: „Die Preise werden sich in den nächsten Monaten kaum bewegen. Die Preisentwicklung ist ausgesetzt.“ Das bedeutet aber auch, dass sich der Wert von Immobilien weder kurzfristig noch langfristig verringern wird. In Großstädten hat sich der Aufwärtstrend von Wohnimmobilien schon verlangsamt, bevor das Ausmaß und die Auswirkungen des Corona-Virus Einfluss auf die Weltwirtschaft nahm. „Das wird sich jetzt auf ganz Deutschland übertragen“, analysiert Schulten. „Gerade im Wohnimmobiliensektor wird es eine Weile sehr ruhig zugehen“, prophezeit der Generalbevollmächtigte von bulwiengesa, „aber dann wird es auf dem gleichen Niveau wie vor der Krise weitergehen.“ Verbraucher, die schon länger einen Immobilienkauf in Betracht ziehen, sollten die aktuelle Situation zu ihrem Vorteil ausnutzen.

Corona: Günstige Baukredite machen Immobilien attraktiv

Baufinanzierer bestätigen, dass sie durch Corona sehr günstige Kredite anbieten können. „Die Verunsicherung durch das Coronavirus hat zu einem Allzeittief bei Bauzinsen geführt“, gibt Mirjam Mohr bekannt, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp. Nach Angaben des Finanzierungsvermittlers könnten derzeit Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung für 0,6 Prozent vergeben werden. Bei besonders guter Bonität seien mitunter 0,4 Prozent möglich. Anhand der Angebote von über 400 Banken analysiert Interhyp regelmäßig die Konditionen für Kreditnehmer. Die neusten Ergebnisse zeigen, dass sich die Kreditkonditionen gemessen am Vormonat noch einmal um 0,1 Prozentpunkte verbessert haben. Sogar längerfristige Darlehen mit 15-jähriger Bindung seien aktuell für einen Zinssatz unter einem Prozent zu haben.

Der große Finanzvertrieb Dr. Klein unterbietet die Angaben von Interhyp sogar. Dr. Klein gibt an,  einige regionale Banken würden zehnjährige Baudarlehen bereits ab 0,31 Prozent vergeben. Das liegt sogar unter der „realistischen Untergrenze“, die der Baufinanzierungsvermittler Hüttig & Rompf bei etwa 0,35 Prozent sieht. Bei 15-jährigen Darlehen lägen die Konditionen bestenfalls bei einem Zinssatz von rund 0,5 Prozent. Negativzinsen sind laut dem Baufinanzierer nicht absehbar.

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