Berlin: Immobilienpreise steigen erneut

Berlin ist bei Immobilienkäufern nach wie vor hoch im Kurs. Die Preise steigen weiter, wenn auch langsamer als zuvor. Bild: pexels.com

Wie das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) und die Privatbank Berenberg berichten, ist Berlin die wettbewerbs- und zukunftsfähigste Stadt Deutschlands. Für das Ranking wurden die 30 größten Städte der Republik betrachtet. Für jeden Standort wurden ein sogenannter Trendindex, ein Demografieindex und ein Standortindex ermittelt. Ersterer gibt die ökonomische Leistungsfähigkeit an. Der Demografieindex misst vor allem die zukünftige Altersstruktur, während der Standortindex in erster Linie Parameter wie Bildung, Innovation, Internationalität und Infrastruktur erfasst. Zum ersten Mal hat es dabei Berlin an die Spitze des Rankings geschafft und sich damit von Platz fünf vorgearbeitet. Den zweiten Platz belegt in diesem Jahr Leipzig. Auf Platz drei findet sich München, der Spitzenreiter des letzten Jahres.

Berlin überzeugt auf ganzer Linie

Ein hohes Bevölkerungswachstum sowie sinkende Arbeitslosigkeit bei hervorragender Infrastruktur und großer Internationalität setzten Berlin auf den ersten Platz des Städte-Rankings. Aufgrund der sehr guten Prognosen für den Berliner Arbeitsmarkt mit einer steigenden Anzahl an Erwerbstätigen hat die Hauptstadt außerdem sehr gute Zukunftsperspektiven. Da die Metropolezudem eine sehr junge Stadt ist, zieht es viele Unternehmen nach Berlin, die wiederum von der hohen Dichte an Fachkräften profitieren. Auch andere Branchenexperten teilen die Einschätzung des HWWI. So belegen die Preisindizes des Verbands der Deutschen Pfandbriefbanken für Berlin ein Preiswachstum im zweistelligen Bereich.

Deutscher Preisindex zeigt zweistelliges Wachstum für Berlin

Laut Veröffentlichung des Verbands der Deutschen Pfandbriefbanken verlangsame sich zwar der Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland insgesamt, trotzdem seien die Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr mehr als zufriedenstellend. Anhand von Transaktionsdaten aus Immobilienfinanzierungen von deutschen Banken wurde ermittelt, dass die Preise für Eigentumswohnungen in Berlin im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr immer noch um 10,6 Prozent gestiegen sind (2017: +17 Prozent). Damit weist die deutsche Hauptstadt das größte Preiswachstum auf. Nach Berlin stiegen die Preise für Eigentumswohnungen in Frankfurt am Main am meisten. Für die Mainmetropole wurde ein Kaufpreisanstieg von 9,3 Prozent ermittelt (2017: 12,3 Prozent). Die drittbeste Entwicklung verzeichnet Stuttgart mit einem Preiszuwachs von 7,6 Prozent (2017: 11,2 Prozent). Dazu kommt, dass Stuttgart außerdem das Mietpreiswachstum des Vorjahres übertraf. Durchschnittlich stiegen die Mieten hier im Jahr 2018 um 4,6 Prozent. Die Plätze vier, fünf und sechs werden im Ranking des Verbands der Deutschen Pfandbriefbanken von Köln, Düsseldorf und München belegt.

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