Steuervorteile bei Umnutzung: Immobilien im Wandel

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Fast überall in Deutschland macht sich eine zunehmende Wohnungsknappheit bemerkbar. In der Folge werden Mieten immer teurer. Für den Neubau von Wohnungen sollen meist Kommunen und Städte und private Immobilienunternehmen sorgen. Die Praxis zeigt aber: Die Bemühungen können mit dem Bedarf nicht Schritt halten. Um schnell Abhilfe zu schaffen, hat der Gesetzgeber jetzt neue Steuervorteile auf den Weg gebracht. Vermieter und Eigentümer sollen sich auf diese Weise dafür engagieren, neue bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Vor allem bestehende Bausubstanz, die nicht für Wohnzwecke genutzt wird, soll schnell umgenutzt werden. Dabei ist zunächst egal, ob es sich um den Ausbau eines Dachstuhls handelt oder ein ganzes Fabrikgebäude zu Wohnraum umgewidmet wird.

Sonderabschreibungen für Wohnungsbau

Wenn Vermieter neue Wohnungen bauen, können Sie im Jahr nach der Anschaffung oder dem Bau und den folgenden drei Jahren bestimmte Steuervorteile nutzen. Über vier Jahre können Immobilienbesitzer so bis zu 28 Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten von der Einkommenssteuer absetzen. Die Förderung gilt aber nur, wenn Immobilienbesitzer bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung stellen. Das bedeutet, dass nur maximal 2.000 Euro je Quadratmeter steuerlich geltend gemacht werden dürfen. Die Regelung gilt, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten pro Quadratmeter nicht über 3.000 Euro liegen. Um von der Förderung profitieren zu können, können Immobilienbesitzer noch bis zum 01.01.2022 entsprechende Anträge stellen. Die gesetzliche Grundlage ist die Sonderabschreibung für Mietwohnungsbau in §7b des Einkommenssteuergesetzes.

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