Top 10 Red Rock Investment Locations im Marktreport: Frankfurt

Eine starke Wirtschaft mit anhaltendem Wachstum: Im Residential Property Market Report wurde die Entwicklung der Immobilienmärkte Deutschlands zwischen 2018 und 2019 analysiert.

Aufgrund der Skyline wird Frankfurt am Main auch "Mainhattan" genannt. Bild: pexels

Im aktuellen Red Rock Investment Residential Property Market Report 2018|19 werden die Trends des vergangenen Jahres dokumentiert. Die zehn wichtigsten Standorte in Deutschland wurden dabei auf ihre Marktsituation, die demografische Entwicklung, ihre Infrastruktur sowie auf die Investmentperspektive des Wohnimmobilienmarktes untersucht. In unserem Überblick sehen Sie die Ergebnisse zu diesen Städten; fortgeführt mit Hessens Metropole: Frankfurt am Main.

Allgemeines und Immobilienmarkt

Mit rund 751.000 Einwohnern ist Frankfurt gemessen an der Einwohnerzahl die fünftgrößte Stadt in Deutschland. Aufgrund der äußerst starken Wirtschaftsstruktur ist die Bevölkerung seit 2011 jährlich durchschnittlich um 11.200 Menschen gewachsen. Denn durch den Zuzug fehlen bereits 6.700 Wohnungen jährlich – lediglich 52 Prozent der Nachfrage wurden befriedigt. Mit 0,5 Prozent ist die Leerstandsquote entsprechend niedrig. Im Zuge des Brexit wird sich das Angebot noch weiter verknappen, etwa wenn Jobs von London nach Frankfurt verlegt werden.

Die Preise für Wohnungskaltmieten belaufen sich derweil in beliebten Innenstadtlagen auf 10 – 14 Euro/qm, wobei Erstbezugswohnungen 13 – 17 Euro/qm kosten. In außergewöhnlichen Toplagen kostet der Quadratmeter in Bestandsgebäuden 25 Euro, bei Neubezügen sogar bis 30 Euro. Nach München sind für Frankfurt damit die höchsten Mietpreise im gesamtdeutschen Vergleich ausgewiesen. Für Eigentumswohnungen liegt der Durchschnittspreis im mittleren Preissegment bei 4.900 Euro/qm, während Neubauten im Schnitt 6.550 Euro/qm kosten. Allgemein erhöhten sich die Kaufpreise für Wohnimmobilien seit 2008 um 156 Prozent.

Frankfurts Wirtschaftslage

Frankfurt am Main gilt als eines der wichtigsten europäischen Finanzzentren und als wichtigste Bankenstadt in Deutschland. Mit der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank und der Frankfurter Wertpapierbörse sind gleich mehrere Finanzunternehmen von nationaler und internationaler Tragweite in Frankfurt vertreten. Darüber hinaus sind auch die Deutsche Bank, die Commerzbank, Goldman Sachs, JP Morgan sowie die Finanzaufsichtsbehörden BaFin und EIOPA sind in Frankfurt am Main ansässig.

Auch im Bereich Handel und Infrastruktur gehört Frankfurt zu den Top Standorten. So ist der Flughafen Frankfurt der größte Flughafen in Deutschland. Frankfurt beherbergt außerdem eine der ältesten Messen in Deutschland. Die Internationale Automobilausstellung, die Frankfurter Buchmesse und die Musikmesse verfügen über ein ausgezeichnetes internationales Renommee und gelten als weltweit führend auf ihren Gebieten. Entsprechend stark entwickelt sich auch der Arbeitsmarkt: Seit 2011 ist die Arbeitslosenquote von 7,5 auf 5,2 Prozent gesunken. Die Kaufkraft pro Einwohner liegt bei durchschnittlich 26.680 Euro. Nach München ist Frankfurt damit die wohlhabendste Stadt der Bundesrepublik.

Ausblick

Da Frankfurt als neue Finanzhauptstadt auf dem europäischen Festland gehandelt wird, wird die Mainmetropole auch zukünftig vom Brexit profitieren. Bis 2030 wird ein Bevölkerungswachstum von 8,5 Prozent erwartet, sodass auch die Nachfrage nach Wohnraum weiterhin hoch bleibt. Direkt nach München ist die Region Frankfurt die finanzstärkste in Deutschland. Alle Prognosen gehen davon aus, dass die hervorragende Infrastruktur und die starke Konjunktur in Frankfurt am Main auch weiterhin für Aufschwung sorgen werden.

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