Asset-Management-Studie: Anleger wollen Immobilienbestand weiter erhöhen

Einer neuen Analyse nach werden Immobilien von Investorenseite weiterhin stark nachgefragt. Der Fokus liegt auf Wohnimmobilien.

Wohnimmobilien an A-Standorten sind für Asset-Manager im Trend. Bild: pexels.com

In der aktuell veröffentlichten Real Estate Asset Management Studie 2019 der Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young werden in Zusammenarbeit mit Venovia Chancen, Risiken und Entwicklungen der Immobilienwirtschaft erläutert. Zu diesem Zweck wurden 40 überwiegend in Deutschland tätige Unternehmen für eine bundesweite Einschätzung der Entwicklung des Asset-Managements interviewt.

Dabei sind vor allem Immobilien hoch im Kurs: 90 Prozent der befragten Management-Unternehmen planen, mehr Wohnungen und Häuser in ihren Bestand aufzunehmen, wobei ebenfalls 90 Prozent auf eine langfristige Haltedauer von mindestens acht Jahren setzen. Besonders gefragt sind hierbei Wohnimmobilien. So verwalten 82 Prozent diese Assetklasse, noch vor Büro- (56 Prozent) und Handelsimmobilien (38 Prozent). Bereits jetzt besteht der aktuelle Assetbestand bei über zwei Dritteln der Befragten zu 76 bis 99 Prozent aus Wohnimmobilien, wovon sich 90 Prozent in den „Big Seven“-Städten befinden. Insgesamt verteilen sich 80 Prozent des Bestandes auf alle A-Städte.

Ein wesentlicher Trend für das aktuelle Jahr sind für fast alle befragten Asset Manager (96 Prozent Zustimmung) die sich verändernden Anforderungen an das Immobilien-Asset-Management durch das verstärkte Aufkommen von gemischt genutzten Immobilien, welche zum Beispiel Wohnen, Gewerbe, Büro und Parken vereinen. Laut der offiziellen Pressemitteilung erforderten diese Mixed-Use-Objekte ein „vielseitiges Know-how in der Bewirtschaftung“, womit „Generalisten“ wieder stärker als zuvor gefragt werden.

Darüber hinaus stimmen 82 Prozent der befragten Asset Manager der Aussage zu, zukünftig auch Projektentwicklungen in die Wertschöpfungskette aufnehmen zu wollen. Allgemein möchte eine Mehrheit von 79 Prozent ihr Leistungsspektrum auf das Investment Management ausweiten. Die Nachverdichtung durch Aufstockung bestehender Objekte steht bei einem Großteil von 67 Prozent Managern auf der Agenda. Während 69 Prozent Brachflächen neu bebauen wollen, planen 44 Prozent, gänzlich eigene Neubauprojekte zu entwickeln. Noch fast die Hälfte möchte neben umfassenden Modernisierungen in die vollständige Umwandlung von Geschäfts- zu Wohnflächen investieren.

Die Real Estate Asset Management Studie wird seit 2016 jährlich von Ernst & Young veröffentlicht. Die diesjährig befragten Manager verwalten überwiegend Assets ihrer eigenen Unternehmen (63 Prozent). In absteigender Häufigkeit folgen dann die Kundengruppen wie Investoren (39 Prozent), Fondsgesellschaften (24 Prozent), Family Offices (21 Prozent) und Banken (fünf Prozent).

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