Top 10 Red Rock Investment Locations im Marktreport: Dresden

Eine starke Wirtschaft mit anhaltendem Wachstum: Im Residential Property Market Report wurde die Entwicklung der Immobilienmärkte Deutschlands zwischen 2018 und 2019 analysiert.

Die Semperoper in Dresden. (Bild: Martin Lutze / Pixabay)

Im aktuellen Red Rock Investment Residential Property Market Report 2018|19 werden die Trends des vergangenen Jahres dokumentiert. Die zehn wichtigsten Standorte in Deutschland wurden dabei auf ihre Marktsituation, die demografische Entwicklung, ihre Infrastruktur sowie auf die Investmentperspektive des Wohnimmobilienmarktes untersucht. In unserem Überblick sehen Sie die Ergebnisse zu diesen Städten; fortgeführt mit der Landeshauptstadt des Freistaates Sachsen, Dresden.

Allgemeines

Als Landeshauptstadt und nach Leipzig zweitgrößte Stadt des Freistaates Sachsen bildet Dresden nicht nur das lokale politische Zentrum, sondern auch den Sitz zahlreicher Institutionen aus Kultur und Bildung sowie wichtiger Industrien.

International bekannt ist Dresden vor allem durch seine wiederhergestellte Altstadt, welche von mehreren architektonischen Epochen geprägt wurde. Allgemein lassen sich in der Architektur der Stadt viele barocke und mediterrane Einflüsse erkennen. Zusammen mit seiner Lage im Elbtal wird Dresden deshalb auch als „Elbflorenz“ bezeichnet. Seit 1434 findet hier auch der Striezelmarkt statt, welcher zu den ältesten und bekanntesten Weihnachtsmärkten Deutschlands zählt.

Eine vielfältige Auswahl verschiedener Branchen hat ihren Sitz in Dresden; mitunter die Pharma- und Kosmetikindustrie, Maschinen- und Fahrzeugbau, die Lebensmittel- und Optikindustrie sowie Dienstleistungen, Handel und Tourismus. Ein starker Fokus liegt dabei auf innovativen IT- und Nanotechnologien. In Anspielung auf das kalifornische Silicon Valley brachte der Stadt dies den Titel „Silicon Saxony“ ein.

Seit der Wiedervereinigung konnte sich Dresden zu einer dynamischen Wachstumsregion in Deutschland entwickeln. Zahlreiche internationale Unternehmen sind hier mittlerweile vertreten, was sich positiv auf den Arbeitsmarkt auswirkt: So stieg die Beschäftigungsquote in den letzten fünf Jahren um 9,4 Prozent, während sich die Arbeitslosenrate konstant verringerte. Lag diese 2011 noch bei 10 Prozent, ist sie zum Januar 2019 auf 6 Prozent gesunken.

Demografie und Wohnungsmarkt

Heute leben in Dresden rund 557.000 Menschen. Bisherige Wachstumsprognosen wurden dabei schon übertroffen: So ziehen seit 2011 durchschnittlich 5.500 Menschen pro Jahr in die Stadt. Bis 2030 wird die Stadt weitere 34.600 Bewohner aufnehmen und damit auf voraussichtlich insgesamt 591.700 Einwohner kommen. Dies entspricht einem prozentualen Anstieg von ca. 6,2 Prozent. Die steigende Zahl an Haushalten wird hierbei eine langfristige Nachfrage nach Wohnraum gewährleisten.

Bereits seit 2008 hält der Anstieg der Miet- und Kaufpreise an. Die Preise von Eigentumswohnungen im Besonderen haben sich seitdem um 83 Prozent erhöht, bei neu errichteten Eigentumswohnungen noch um 80 Prozent. Abhängig von der Lage führt dies bei Bestandsimmobilien zu Kaufpreisen zwischen 1.465 Euro / m² und 4.970 Euro / m², während Neubauten zwischen 2.790 Euro / m² und 6.161 Euro / m² kosten. Die Preise von Mietwohnungen aus sämtlichen Baujahren stiegen in diesem Zeitraum um 37 Prozent und im Fall von neu errichteten Wohnungen sogar um 41 Prozent. Mieten bewegen sich damit zwischen 6,00 Euro / m² und 12,08 Euro / m² und bei Neubauten zwischen 9,10 Euro / m² und 17,26 Euro / m². Die Flächennachfrage pro Bewohner ist in den letzten Jahren auf 37,4 m² gestiegen, rund 40.500 Studenten beeinflussen den Wohnungsmarkt zusätzlich.

Auch der Wohnungsbestand konnte in den letzten Jahren starke Zuwächse verzeichnen. In 2018 wurden hier 2.265 Wohnungen fertiggestellt, was zu einem Gesamtbestand von 304.380 Wohnungen führt und den Leerstand auf 1,9 Prozent absenkt. Bis 2030 wird die durchschnittliche Nachfrage pro Jahr auf 3.700 Wohnungen ansteigen. Ein Ziel, das momentan nur zu 61,2 Prozent erfüllt worden ist und für die Bauwirtschaft ein signifikantes Wachstumspotenzial birgt.

Fazit und Ausblick

Dresden ist nicht nur das politische Zentrum Sachsens, sondern spielt auch eine wichtige Rolle in der Wirtschaft – insbesondere im IT Bereich. Aber auch die anderen Branchen weisen eine äußerst positive Entwicklung auf, deren Wachstumschancen langfristigen Wohlstand versprechen. Der hohe Lebensstandard bei verhältnismäßig niedrigen Kosten befördert zudem die ohnehin starke Bevölkerungsentwicklung. Mit diesen Aussichten gehört Dresden auch in Zukunft zu den schönsten, attraktivsten und dynamischsten Städten Ostdeutschlands.

 

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