Baugewerbe: Stärkstes Preiswachstum seit über 10 Jahren

Starke Preisanstiege, Rekordumsätze und mehr Beschäftigte: Die hohe Auslastung der Baubranche macht sich in vielerlei Hinsicht bemerkbar.

Sonnige Aussichten: Die Bauindustrie genießt Hochkonjunktur. (Bild: Pixabay.com)

Der Nachfragenüberschuss im Immobiliensektor lastet die Bauwirtschaft voll aus. Im Zuge dessen sind die Preise für den Bau aktuellen Daten des Statistische Bundesamt (Destatis) zufolge deutlich gestiegen.

Zwischen Februar 2018 und Februar 2019 haben sich die Neubaupreise dabei um 4,8 Prozent erhöht – ein starker Anstieg, der zuletzt nur im Zeitraum November 2006/2007 mit 5,7 Prozent übertroffen wurde. Die Preise für den Rohbau stiegen um 5,6 Prozent, die für Bürogebäude und gewerbliche Betriebsgebäude um 4,8 Prozent bzw. fünf Prozent. Signifikante preisliche Zuwüchse gab es auch bei den Betonarbeiten (+5,8 Prozent), Mauerarbeiten (+6 Prozent), Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten (+4,5 Prozent), Erdarbeiten (+7,4 Prozent) sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten (+4,1 Prozent). Ausbauarbeiten und Instandhaltung von Wohngebäuden ohne Schönheitsreparaturen kosten nun um 4,2 bzw. 4,3 Prozent mehr.

Mit den Preisen stieg auch der Umsatz: Um 6,2 Prozent seit Januar 2018. Die Branche wächst spürbar in nahezu allen Teilbereichen der Bauwirtschaft – mit Ausnahme der Gewerke „Dachdeckerei und Bauspenglerei“, wo sich der Umsatz im gleichen Zeitraum um ­-0,7 Prozent geringfügig verminderte. Der Umsatz in der übergeordneten Kategorie „Dachdeckerei und Zimmerei“ hingegen erhöhte sich um vier Prozent – was auf den starken Umsatzanstieg des zweiten Teilbereichs „Zimmerei und Ingenieurholzbau“ (+10,8 Prozent) zurückzuführen ist.

Das Wachstum wirkt sich auch auf die Beschäftigungszahlen aus: So wurden im Jahresvergleich 2,8 Prozent mehr Arbeiter im Bauhauptgewerbe insgesamt eingestellt. Ein Rückgang der Neueinstellungen ist in keinem Teilbereich der Bauwirtschaft verzeichnet worden.

Diese Seite ist auch verfügbar auf: enEnglish