Studie: Aufschwung des Wohnungsmarktes bis nach 2022

Auf dem Immobilienmarkt herrscht nach wie vor Hochkonjunktur. Eine neue Analyse vermeldet: Wesentliche Umschwünge sind in nächster Zeit unwahrscheinlich.

Auch in Zukunft wächst der Immobilienmarkt konstant. (Bild: Stocksnap.io)

Einer aktuellen Studie der Deutschen Bank zufolge wird der Aufschwung am Wohnungsmarkt auch 2019 anhalten – und bis nach 2022 reichen. Faktoren, die dazu beitragen, sind die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes, die niedrigen Zinsen, sowie das Angebotsdefizit bei gleichzeitig hoher Zuwanderung.

Aufgrund des gleichbleibenden Kurses dieser Entwicklungen soll dieser mittlerweile zehnjährige Zyklus auch im Verlauf des aktuellen Jahres anhalten. So gehen die Analysten von einer weiterhin sinkenden Arbeitslosigkeit bei steigenden Löhnen aus. Auch der Nachfrageüberhang von fast einer Million Wohnungen bleibe trotz höherer Neubauaktivität zunächst bestehen. Obwohl letztere weiter zunehme und im vergangenen Jahr zu 300.000 fertiggestellten Einheiten führte, würde der jährliche Bedarf von 350.000 Wohnungen wahrscheinlich erst im Jahr 2022 gedeckt werden.

Dann sollte auch das Preiswachstum langsamer vonstattengehen – nicht zuletzt wegen höherer Zinsen für Wohnungskredite und einer insgesamt schwächeren Konjunktur. Wie es derzeit scheint, ist allerdings kein flächendeckender Preisrückgang zu erwarten. Lediglich in Hamburg erwarten die Autoren ein abflachendes Preiswachstum – der Studie zufolge Teil eines Nord-Süd-Gefälles, bei welchem die Preise im Süden des Landes stärker ansteigen als im Norden.

In den größten Städten Deutschlands wie Berlin, Leipzig, München und Stuttgart hingegen würden Zuwanderung, Wohnungsmangel und die gute Situation auf dem Arbeitsmarkt – insbesondere in der Hauptstadt – für weiterhin steigende Preise sorgen. Der sogenannte „Superzyklus“ soll dort bis weit nach 2020 reichen und Berlin zu „einer der teuersten deutschen und auch europäischen Metropolen“ machen.

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