Top 10 beliebteste Anlageziele weltweit – mit drei deutschen Städten

Investoren aus der ganzen Welt interessieren sich zunehmend für deutsche Städte wie Frankfurt, München und Berlin. Diese zählen mittlerweile zu den beliebtesten Anlagezielen weltweit.

Für ausländische Investoren ist es der beliebteste deutsche Investitionsstandort: Frankfurt am Main. (© PIA Stadt Frankfurt am Main, Bild: Tanja Schäfer)

Frankfurt am Main, München und Berlin gehören zu den zehn wichtigsten Zielen ausländischen Kapitals. Dies ging aus einer Analyse des Immobilienspezialisten JLL hervor, welche am Dienstag, den 26. Februar veröffentlicht wurde. Dabei belegte Frankfurt den fünften Platz nach London, Paris, New York und Shanghai.

Mehr als die Hälfte der Städte in diesem Ranking empfing erhöhte Investitionen aus dem Ausland. 4,46 Milliarden US-Dollar (3,92 Milliarden Euro) etwa flossen im vergangenen Jahr in Frankfurter Immobilien, was im Vergleich zu 2017 eine Steigerung um 77 Prozent darstellt. In München hat sich das Investitionsvolumen auf 3 Mrd. USD mehr als verdreifacht, während London zwar mit 23 Mrd. USD die Tabelle anführt, aber einen Zuwachs von lediglich knapp sieben Prozent verzeichnete. Trotz des Rückganges von fünf auf unter drei Mrd. USD konnte sich Berlin noch vor dem Neuzugang Warschau in den Top 10 halten. Insgesamt lagen die grenzüberschreitenden Kaufaktivitäten im vergangenen Jahr bei 224 Mrd. USD.

Das Wachstum der Investitionen nach Frankfurt lässt sich im internationalen Kontext mitunter durch die Folgen des Brexit-Referendums erklären. So haben viele Banken begonnen, Jobs von London an den Main zu verlegen. Allgemein sollen die großen ausländischen Investitionen auch dazu geführt haben, dass sich die Wohnungsknappheit in Deutschland verschärfte und Immobilienpreise stark anstiegen. Dabei besteht allerdings keine Konkurrenz zu privaten Käufern, da grundsätzlich in große Objekte bzw. ganze Wohnungsbestände investiert wird.

Die höchste Summe an ausländischem Kapital stammt aus Singapur, von wo im vergangenen Jahr 20,7 Mrd. USD exportiert wurden – ein Zuwachs von 30 Prozent. Deutschland folgt bereits auf dem zweiten Platz und erhöhte seine Investitionen von 15 Mrd. USD auf knapp 18 Mrd. USD. Ein verringerter Geldfluss wurde aus dem Vereinten Königreich, Hongkong und Kanada ermittelt, wobei China seine Investitionen am stärksten zurückfuhr: Staatlich auferlegte Kapitalkontrollen und strenge regulatorische Auflagen führten hier zu einer Verringerung des exportierten Kapitals von fast 30 Mrd. USD auf 4,6 Mrd. USD – ein Rückgang von 84 Prozent.

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