Rauchen in Mietwohnungen – mit Einschränkungen erlaubt

Mietern darf grundsätzlich nicht das Rauchen in der Wohnung verboten werden. Allerdings gibt es Ausnahmen.

Auch wenn das Rauchen in der Wohnung grundsätzlich erlaubt ist, sind Konflikte nicht ausgeschlossen. (Bild: Pixabay.com)

Wenn ein Mieter in seiner Wohnung Zigaretten rauchen möchte, darf er das. Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) kann diese Erlaubnis auch nicht durch einen Formularmietvertrag entzogen werden. Ganz uneingeschränkt besteht dieses Recht aber nicht.

Einfluss nehmen kann der Vermieter etwa durch Vorgaben wie dem Ort, sodass das Rauchen beispielsweise in Aufzügen, Hausfluren oder Gemeinschaftsräumen unterlassen werden muss. Kommt es zu wesentlichen Beeinträchtigungen der Nachbarn, ist auch eine zeitliche Begrenzung möglich. So entschied das Landgericht Dortmund, dass das Rauchen auf der Terrasse zwischen 6 und 9 Uhr, 12 und 15 Uhr, 18 und 21 Uhr, sowie zwischen Mitternacht und 3 Uhr morgens verboten ist.

In einem besonderen Fall des Landgerichts Hannover wurde dem Vermieter eine Schadensersatzsumme in Höhe von 3.400 Euro zugesprochen. Sein Mieter hatte durch exzessives Rauchen einen Sachschaden ausgelöst, bei welchem das Nikotin durch Wände und Decken bis in den Putz eingedrungen ist. Normale Renovierungsarbeiten wie Anstreichen, Tapezieren und Lackieren waren dementsprechend wirkungslos; es fielen umfangreiche Instandsetzungsmaßnahmen nach dem Auszug des Mieters an.

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