Prognose für 2030: Hannover verzeichnet stärkstes Preiswachstum

In den 14 größten Städten Deutschlands werden die Immobilienpreise weiterhin stark anstiegen.

Bis 2030 werden die Immobilienpreise in Hannover am stärksten steigen – jedoch nicht am höchsten. (Bild: HMTG / Martin Kirchner)

Auch in der fernen Zukunft wird sich am starken Preiswachstum der Immobilien nicht viel ändern – ganz im Gegenteil. Denn laut der aktuellen Kaufpreisprognose des Portals Immowelt sollen die Preise in den 14 größten deutschen Städten in den nächsten elf Jahren um bis zu 62 Prozent anwachsen, sollte die Europäische Zentralbank (EZB) keine radikale Zinswende einleiten.

Hannover noch vor München und Berlin

Zu diesen Städten zählen Berlin, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart. Dabei gilt die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover mit 62 Prozent als die Stadt mit dem stärksten Preiswachstum, noch vor großen Metropolen wie Berlin und München (jeweils 60 Prozent). Der Kaufpreis in Berlin soll damit auf 6.190 €/m² (aktuell 3.870 €/m²) und im bereits teuren München auf den Höchstpreis von 11.380 €/m² (aktuell 7.110 €/m²) wachsen, während Hannover mit 3.990 €/m² (aktuell 2.460 €/m²) noch zu den günstigeren Städten gehören wird.

Ein Grund für das hohe Wachstum in Hannover ist mitunter die wirtschaftlich attraktive Lage und das damit zusammenhänge, hohe Angebot an Arbeitsplätzen. Bereits zwischen Ende 2012 und Ende 2017 stieg die Einwohnerzahl um vier Prozent. Laut offiziellen Einschätzungen der Stadt wird sich diese bis 2030 um insgesamt 20.000 erhöhen. Auch Städten wie Nürnberg (58 Prozent) und Bremen (57 Prozent) steht laut Bericht ein starker Anstieg der Kaufpreise bevor.

Wachstum im Osten, Stagnation im Westen

Noch moderat wird das Wachstum in den Städten Ostdeutschlands, welche durch ihre zunehmende Attraktivität an Zulauf gewinnen. Hier erwartet Leipzig einen Anstieg von 40 Prozent (von 1.790 €/m² auf 2.510 €/m²), während Dresdens Preise um 38 Prozent (von 2.120 €/m² auf 2.920 €/m²) anwachsen werden. Anders sieht es im Westen aus: In den Ruhrpottmetropolen Dortmund und Essen werden die Preise jeweils um 21 Prozent (von 1.430 €/m² auf 1.730 €/m²) bzw. um 24 Prozent (von 1.470 €/m² auf 1.820 €/m²) steigen. Damit stagnieren die Preise förmlich, wenn von einer jährlichen Inflation von zwei Prozent ausgegangen wird – eine Folge des Strukturwandels und der daraus folgenden Abwanderung, wovon sich beide Städte nur langsam erholen.

Das Immobilienportal Immowelt stellt regelmäßig Prognosen anhand seiner inserierten Angebote auf. In diesem Fall wurde ein statistisches Verfahren angewandt, bei welchem alle maßgeblichen Einflussfaktoren, wie die voraussichtliche Bevölkerungsentwicklung, Zinsen, Verbraucherpreis- und Baupreisindex einberechnet wurden.

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