Deutschland: Beste Investitionsbedingungen innerhalb Europas

Trotz einer allgemein getrübten Stimmung wird Deutschland als bester Standort für Investments betrachtet – auch international.

Die besten, europäischen Gesamtbedingungen bestehen laut der Umfrage in Deutschland. (Bild: pixabay.com)

Der aktuellen Investitionsklima-Studie der Union Investment zufolge sind die Erwartungen der knapp 150 befragten Immobilieninvestoren an die Geschäftsentwicklung für das aktuelle Jahr überwiegend gesunken. So wird das Investitionsklima für Immobilien im Vergleich zum Vorjahr von 41 Prozent als „spürbar schlechter“ eingeschätzt. 37 Prozent sehen keine Veränderung, während 22 Prozent eine deutliche Besserung erwarten.

Vorsichtige Anlagestrategien werden bevorzugt

Für die befragten Investoren aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien ändert sich dabei auch die Anlagestrategie. In fast allen Ländern verfolgt die Mehrheit den vorsichtigen Ansatz „Gleiches Risiko – geringere Rendite“. In Frankreich sind es hierbei 49 Prozent, in Deutschland 52 und in Großbritannien sogar 86 Prozent. In eine Beibehaltung der Rendite bei höherem Risiko vertrauen hingegen lediglich elf Prozent der britischen Investoren, während sich 30 Prozent der deutschen und 47 Prozent der französischen Investoren risikofreudig geben.

Die Franzosen sind es auch, welche den größten Optimismus bezüglich einer Verbesserung des Investitionsklimas hegen: Rund 40 Prozent erwarten hier eine „spürbare Verbesserung“, während sich nur 24 Prozent auf eine Eintrübung einstellen. In Deutschland und Großbritannien sind es dagegen knapp 50 Prozent, welche den Verlauf für 2019 tendenziell negativ einschätzen.

Deutschland als bester Standort in Europa

Dieser Entwicklung zum Trotz hat Deutschland aber auch positive Aussichten. Denn im europäischen Vergleich wird es als der Standort mit den besten Gesamtbedingungen für Immobilieninvestitionen gesehen. Auch wenn die Investoren sich laut der Umfrage zum einen „stark auf ihre jeweiligen Heimatmärkte konzentrieren“ wollen, würde jeder dritte französische und noch jeder fünfte britische Profianleger bevorzugt in Deutschland investieren – was rund 31 Prozent der Befragten bedeutet. Für Frankreich und Großbritannien sind es dagegen nur jeweils 13 Prozent.

USA als außereuropäischer Sieger

Im außereuropäischen Vergleich werden die Vereinigten Staaten von 53 Prozent als das Land mit den besten Bedingungen gesehen – mit großem Abstand zu Australien (13 Prozent) und Japan (zehn Prozent). International behielt das Land also seine „hervorgehobene Stellung“, so Olaf Janßen, der Leiter der Studie. Das können auch nicht die gestiegenen Hedgekosten, welche die europäische Investmentaktivität reduziert haben, ändern. Verglichen mit dem Vorjahr sinkt der Investitionsklimaindex für Deutschland auf 63,2 Punkte (-4,1), für Frankreich auf 66,8 (-2,3) und für Großbritannien auf 60,1 Punkte (-3,5).

Seit 2005 ermittelt die Union Investment den Immobilien-Investitionsklimaindex. Dieser wird seit 2008 halbjährlich veröffentlicht und besteht aus den gleichgewichteten Indikatoren „Markstruktur“, „Rahmenbedingungen“, „Standortbedingungen“ und „Erwartungen“. Für die aktuelle Studie wurden zwischen Oktober und Dezember letzten Jahres 150 Immobilienunternehmen und institutionelle Immobilienanleger befragt, davon 60 aus Deutschland, 55 aus Frankreich und 35 aus Großbritannien.

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