Wachstum in B-Städten erhöht sich

Das Preisniveau in allen Top 7 Städten steigt weiter, während die Zuwanderung im Umland und in B-Städten das Bevölkerungswachstum erhöht.

Bremen hat Berlin mittlerweile überholt – zumindest in Hinblick auf das Bevölkerungswachstum. (Bild: Ingrid Krause / BTZ Bremer Touristik-Zentrale)

Im aktuellen empirica Newsletter wird der Immobilienpreisindex III für 2018 diskutiert und offenbart dabei einen neuen Trend. Niedrigzinsen und der Mangel an rentableren Anlagealternativen lassen Miet- und Kaufpreise weiterhin unterschiedlich stark wachsen. So erhöhen sich diese Preise in den sieben A-Städten (darunter Berlin, Hamburg und München) um 11,9 bzw. 5,7 Prozent, während das Preiswachstum in den 14 B-Städten wie z.B. Hannover, Leipzig und Mannheim erwartungsgemäß schwächer um 8 bzw. 3,6 Prozent ausfällt.

Genau dieses Preiswachstum ist empirica zufolge aber nun der Auslöser für ein höheres Bevölkerungswachstum in B-Standorten und dem Umland der Metropolen. Städte wie Bremen oder Mainz wachsen mittlerweile stärker als Berlin, dessen Bevölkerung zunehmend das Umland vorzieht. Bereits 2016 wurde die Hauptstadt überholt. Zu diesem Zeitpunkt lag dessen Zuwanderung bei 15 Prozent, während die anderen beiden Städte um durchschnittlich 16 Prozent wuchsen.

empirica sieht in dieser Entwicklung eine wachsende Blasengefahr außerhalb der Top 7 Städte. Zwar würden Vervielfältiger und Preis-Einkommens-Relationen in den Schwarmstädten durchschnittlich ansteigen, doch die stagnierende Zahl betroffener Kreise mit Werten über dem blasenlosen Referenzwert hielte das Risiko zum dritten Mal in Folge konstant. Dieses steige nun in Stagnations- und Schrumpfregionen, da Investoren ihren Fokus vermehrt auf scheinbar unterbewertete Städte setzten. Insbesondere bei Investitionen in Neubauten vermuten die Analysten ein höheres Risiko für Preisrückgänge und neue Leerstände.

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