Grundsteuerreform: Mieter profitieren am Stärksten

Neuen Berechnungen zufolge wirkt sich die von Olaf Scholz (SPD) vorgeschlagene Reform vor allem für Mietparteien positiv aus. Besitzer von unbebauten Grundstücken werden es dagegen schwerer haben.

Wer baut, wird entlastet: Die neue Grundsteuerreform scheint genügend Anreize zu bieten. (Bild: pexels.com)

Zögerlich wurde der Entwurf des Bundesfinanzministers Olaf Scholz (SPD) aufgenommen. Nach einem wertabhängigen Ansatz sollte die Grundsteuerreform bestimmte Immobilienkategorien besser, andere schlechter stellen. Was dies aber für Mieter und Vermieter bedeutet, wurde nun in einem Bericht der WirtschaftsWoche, welcher Berechnungen des Ministeriums vorliegen, offengelegt.

Die Grundsteuer würde sich demnach sowohl für Bewohner von Miet- als auch Eigentumswohnungen um jeweils 20 beziehungsweise 16 Prozent reduzieren. Unbebautes Bauland hingegen würde bei einer Umsetzung der Reform von einer mehr als doppelten Grundsteuer (+108 Prozent) erfasst werden. Dieser Wert könnte allerdings noch höher liegen.

Denn damit die Kommunen ihr Gesamtaufkommen von 14 Milliarden Euro erhalten, wird mit einer individuellen Anpassung der Hebesätze für diese Grundstücke gerechnet. Ein „besonderes Hebesatzrecht der Kommunen für baureife, unbebaute Flächen“ könnte laut Bundesfinanzministerium ein „zielführender“ Teil des Grundsteuergesetzes werden.

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