Berlin: Weniger Immobilienverkäufe bei steigenden Preisen

Die Immobilienverkäufe und Umsätze in der Hauptstadt gehen zurück – jedoch nicht aufgrund mangelnder Nachfrage. Nur bei Eigentumswohnungen wurde ein höherer Gewinn ermittelt.

Auch wenn der Umsatz von Eigentumswohnungen steigt, mehr Wohnraum wird dadurch nicht verfügbar. (Bild: pexels.com)

Der Wohnungsmarkt in Berlin ist nach wie vor stark umkämpft. Bei einer aktuellen Meldung der Deutschen Presse Agentur wurde verkündet, dass die Preise weiter anstiegen – bei anhaltender Wohnungsknappheit. Die Nachfrage sei ungebrochen stark, sodass im ersten Halbjahr 2018 weniger Immobilien als noch im Vorjahreszeitraum verkauft worden sind.

Dabei wurden zwischen Januar und Juli 8.338 Eigentumswohnungen verkauft, was einen Rückgang von zwölf Prozent darstellt. Mit 2,52 Milliarden Euro ist der Umsatz aber um zwei Prozent angestiegen. Laut Reiner Rössler, Vorsitzenden der Deutschen Presse Agentur sei also „keine Trendwende eingekehrt“. Das Problem sei nicht etwa ein mangelndes Interesse an Immobilien in der Hauptstadt. „Es ist eher eine Verknappung. Die Flächen sind kleiner geworden“, erklärt er.

Insgesamt verringerte sich der Umsatz aller gehandelten Häuser, Wohnungen und Grundstücke um neun Prozent auf 7,24 Milliarden Euro im Vergleich zum ersten Halbjahr. Dies ist jedoch mehr auf die unterschiedlichen Standorte der Objekte, als auf niedrigere Preise zurückzuführen. Die Zahl aller gehandelter Immobilien verringerte sich um acht Prozent auf 13.308.

Die Daten zu den Verkäufen stammen vom Gutachterausschuss der Stadt Berlin. Dieser erfasst sämtliche Immobilientransaktionen der Stadt. Für die Statistik des ersten Halbjahres werden dabei nur Kaufverträge berücksichtigt, welche bis Ende August abgeschlossen wurden.

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