Top 7 Standorte: Neubauaktivität variiert stark

In den sieben beliebtesten Standorten Deutschlands wird im Verhältnis zum Einwohnerzuwachs zu wenig gebaut. Dabei muss aber zwischen den Standorten unterschieden werden.

Hamburg kann bislang als einzige Stadt mit dem Wachstum mithalten. (Bild: pexels.com)

In der neuesten Studie der Empira Gruppe wurde das Verhältnis zwischen der Neubauaktivität und den hinzugekommenen Einwohnern der „Top 7 Städte Deutschlands“ innerhalb der zehn Jahre ab 2006 untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass nur München mit 0,52 Wohnungen je neuer Einwohner noch genügend Wohnraum für Haushalte ab zwei Personen bereitstellt. Alle anderen Städte bieten keine ausreichende Versorgung und unterscheiden sich zusätzlich stark voneinander.

Frankfurt kommt hier auf ein Verhältnis von 0,46, Hamburg auf 0,43. In Stuttgart (0,34) und Düsseldorf (0,32) wären bereits Dreipersonenhaushalte notwendig. Am schlechtesten ist die Lage in Köln und Berlin. So müssten sich in der Domstadt (bei 0,26 Wohnungen je Einwohner) vier neue Einwohner eine neue Wohnung teilen. In Berlin würde bei dem Verhältnis von 0,11 Wohnungen nur jeder neunte hinzugekommene Bewohner eine Wohnung erhalten.

In Hinblick auf die Kennzahl „Wohnungen je 100 Einwohner“ fällt auf, dass die verhältnismäßige Bereitstellung in diesen zehn Jahre in fast jeder der sieben Städten zurückgegangen ist. Trotz immer noch guter Versorgung hat München hier den stärksten Rückgang von 58 auf 53,8 neue Wohnungen zu verzeichnen. Während diese Entwicklung in Köln nur in geringen Maßen stattgefunden hat (von 53 auf 52 Wohnungen), hat Hamburg sein Wachstum dem aktuellen Trend zum Trotz konstant halten können. So können in der Hansestadt nach wie vor 52,5 neue Wohnungen pro 100 neue Einwohner bereitgestellt werden.

Für den Empira Bericht „Wohnungsbau in den Top 7 – Städten“ wurden die beliebtesten Standorte über zehn Jahre auf Veränderungen verschiedener Faktoren für die Wohnungsknappheit, sowie dem daraus resultierenden Investitionspotenzial für Projektentwickler untersucht. Verfasst und durchgeführt wurde die Studie vom Head of Research, Professor Dr. Steffen Metzner. Ein wesentlicher Teil der Daten stammt dabei von den statistischen Ämtern des Bundes und der Länder.

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