Baukosten verzeichnen stärksten Anstieg seit 2007

Der in Relation zum Vorjahr gemessene Anstieg der Baupreise ist der höchste seit elf Jahren und erhöht damit auch die Kosten für Bauherren. Die Ursachen sind vielfältig.

Im Baugewerbe reißt der Zulauf an Aufträgen auch in Zukunft nicht ab. (Bild: pexels.com)

Einer aktuellen Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge wurde 2018 der stärkste Anstieg der Baupreise für Wohngebäude im Vergleich zum Vorjahr gemessen: 4,6 Prozent seit August 2017. Die Behörde merkt an, dass dies den stärksten Anstieg gegenüber dem Vorjahr seit November 2007 darstelle (damals 5,7 Prozent verglichen mit November 2006).

Auch in Bezug auf Bürogebäude (+4,7 Prozent), gewerbliche Betriebsgebäude (+4,8 Prozent) und Straßenbau (6,7 Prozent) wurde zwischen 2013 und 2018 ein grundsätzlich kontinuierlicher Anstieg gemessen, wobei letzterer Einbrüche zwischen 2014 und 2016 verzeichnete. Dies wurde auch bei den Preisen für die Instandhaltung von Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) beobachtet: Um 4,1 Prozent erhöhten sich hier die Kosten für den Auftraggeber.

Eine Vielzahl an Gründen steckt hinter dieser Entwicklung: Neben der hohen Nachfrage und einer dementsprechend hohen Auslastung der Unternehmen sind auch die Preise für das Baumaterial gestiegen. Auch meldet der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dass sich die Zahl der Vorschriften seit 1990 mehr als vervierfacht und somit den Aufwand für Bauprojekte erhöht habe. Zu diesen gehören zum Beispiel der Lärm- und Brandschutz, sowie die Energiesparverordnung und Barrierefreiheit.

Diese Seite ist auch verfügbar auf: enEnglish