Mehrfamilienhäuser erhalten mehr Baugenehmigungen

Nach den starken Rückgängen im letzten Jahr steigt die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland. Insbesondere Gebäude mit mehreren Wohneinheiten sehen einen Zuwachs.

Die Anzahl der Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser stieg in diesem Jahr. (Bild: Freestock.com)

Den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2018 erstmals wieder Zuwächse in der Zahl der genehmigten Bauprojekte in Deutschland verzeichnet. So wurde zwischen Januar und Juli 2018 der Bau bzw. Umbau von ca. 203.300 Wohnungen zugelassen, was einen Anstieg von fast 3.900 Objekten im Vergleich zum Vorjahr ausmacht. Entgegen eines erwarteten Rückganges von 0,6 Prozent ist dies nun ein Anstieg von 1,9 Prozent.

Wichtig bei dieser Beobachtung ist die Tatsache, dass der Anstieg direkt mit der höheren Zahl an erteilten Baugenehmigungen für Mehrfamilienhäuser zusammenhängt. Rund 103.600 Wohnungen in diesen Gebäuden wurden zugelassen – ein Plus von 7,6 Prozent gegenüber 2017.

Parallel zu dieser Entwicklung sank die Zahl für genehmigte Einfamilienhäuser um 0,2 Prozent auf ca. 53.400 und die für Zweifamilienhäuser um 2,8 Prozent auf 12.850. Besonders stark sanken die Baugenehmigungen für Wohnheime: Um 25,2 Prozent auf 7.240. Ein Grund dafür sei der geringere Bedarf an Flüchtlingsunterkünften.

Insgesamt wurde ein positiver Trend im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Während zwischen 2008 und 2016 die Zahl der genehmigten Bauprojekte anstieg, ging sie 2017 um rund acht Prozent zurück. Dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) zufolge wird dieses Jahr mit der Fertigstellung von 330.000 bis 340.000 Wohnungen gerechnet. Aufgrund der hohen Nachfrage werden laut der Bundesregierung bis 2020 aber mindestens 350.000 pro Jahr erforderlich.

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