Preise am Frankfurter Immobilienmarkt steigen weiter an

Obwohl weniger Verträge geschlossen werden, erhöht sich der Umsatz im ersten Halbjahr 2018 auf 3,1 Mrd. Euro. Eigentumswohnungen erwarten zudem einen deutlichen Preisanstieg.

Weniger Verkäufe, aber höhere Kosten: Die Preise in Frankfurt steigen. (Bild:CC License, stocksnap.io)

Auf dem Wohnungsmarkt in Frankfurt am Main gehen aufgrund des geringen Angebotes die Transaktionen weiter zurück – um 21 Prozent auf 2.820. Dennoch steigt der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr weiter um 3 Prozent – und damit auf aktuelle 3,1 Milliarden Euro – weiter an. Dies geht aus dem Halbjahresbericht des Gutachterausschusses für Immobilienwerte der Stadt Frankfurt am Main hervor. Ursache dieser Entwicklung soll die ungebrochen starke Nachfrage nach „hochpreisigen, gewerblichen“ Immobilien sein. Dementsprechend fallen 1,1 Milliarden Euro des Gesamtumsatzes auf den Büromarkt, den wichtigsten Bereich auf dem Frankfurter Immobilienmarkt.

Auch die Kaufpreise für Eigentumswohnungen steigen: Innerhalb eines Jahres wurde hier ein Wachstum von durchschnittlichen 5.290 Euro/m² auf 6.170 Euro/m² gemessen – ein Anstieg von rund 17 Prozent. Verglichen mit 2016 beträgt dieser sogar rund 41 Prozent. Die ermittelten Höchstpreise finden sich überwiegend in den Stadtteilen Riederwald und Fechenheim, welche in kurzer Distanz zum Ostbahnhof und der Europäischen Zentralbank stehen. Der dort gemessene Durchschnittspreis für eine Neubauwohnung bewegt sich um rund 7.320 Euro/m².

Die teuerste (Altbau-)Eigentumswohnung befand sich aber im Stadtteil Westend und wurde zu einem Preis von 11.080 Euro/ m² veräußert. Im Vergleich dazu kostete die günstigste Wohnung, welche sich in Bornheim befindet, 1.190 Euro/m². Preislich abgenommen haben Eigentumswohnungen in Wohnhochhäusern. Der durchschnittliche Preis beträgt hier 7.430 Euro/m², was einen Rückgang von rund fünf Prozent seit 2017 darstellt. Der Bericht merkt jedoch an, dass diese stagnierenden Preise keine Auswirkungen auf den allgemeinen Preistrend haben.

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