Niedersachsens Immobilienpreise steigen

Im Norden steigen die Preise für Mieter und Käufer weiter an. Das größte Wachstum verzeichnen die Städte des Landes – aber nicht ausschließlich.

Auch im Umland vieler niedersächsischer Städte steigen die Preise. (Bild: pexels.com)

Aktuellen Daten des niedersächsischen Innenministeriums zufolge sind die Preise für Häuser und Wohnungen im Jahr 2017 im Mittel um sechs Prozent gestiegen. Ein höheres Wachstum erfuhren nur Einzel- bzw. Reihenhäuser, sowie Doppelhaushälften: Um acht Prozent erhöhten sich hier die Preise. Dokumentiert wurde dies für den Grundstückmarktbericht des Obersten Gutachterausschusses des Landes, welcher die Städte Niedersachsens nach ihren Immobilienpreisen rangiert hat.

Diese Entwicklung findet seit mittlerweile acht Jahren statt. Laut Innenminister Boris Pistorius (SPD) lieg ihr Ursprung in der zunehmenden Immobilienverknappung bei gleichzeitig niedrigen Zinsen. Das größte Wachstum ist dabei in den Städten zu verzeichnen: So haben sich die Kaufpreise für Häuser seit 2010 um 54 Prozent erhöht, während sich die der Eigentumswohnungen um 72 Prozent steigerten. Göttingen überholt sogar Hannover mit seinen durchschnittlichen Preisen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Während der Schnitt in der Landeshauptstadt 390.000 Euro beträgt, sind es in Göttingen durchschnittlich 435.000 Euro. Anders ist es im Landkreis Göttingen, wo der mittlere Preis von 130.000 Euro auf 128.000 Euro sank und damit sogar zum untersten Durchschnitt des Landes zählt.

An anderen ländlichen Orten wurden jedoch auch steigende Preise ermittelt, da Familien immer häufiger in Ballungsgebiete großer Städte ausweichen. Im Bremer Umland beispielsweise beträgt das Preiswachstum 6,8 Prozent – und liegt damit vor der Stadt Braunschweig (6,7 Prozent) und Hannover (6,5 Prozent). Aber nicht jeder Wohnort in Niedersachsen ist von hohen Kosten betroffen: So lebt es sich am günstigsten in den Landkreisen Holzminden, Lüchow-Dannenberg, Northeim und Goslar.

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