Denkmalgeschützte Immobilien in Deutschland: Trends und Fakten

Das Institut für Demoskopie Allensbach und die pantera AG werten Ergebnisse der neuen Denkmalstudie aus. Der Osten Deutschlands hat demnach die am besten sanierten Denkmalimmobilien.

Historische Fachwerkhäuser gehören in Deutschland zu den bliebtesten Denkmalimmobilien. (Bild: AdobeStock, Heinz Waldukat)

Nach Meinung der Deutschen ist Dresden die am besten sanierte Stadt in Deutschland. Wie bereits in den Vorjahren schnitt die sächsische Landeshauptstadt sehr gut bei der Befragung durch das Institut für Demoskopie Allensbach ab. 63 Prozent der über 16-jährigen Deutschen wählten Dresden zur am besten sanierten Stadt Deutschlands, andere Städte holen jedoch auf. So hat Berlin Stimmen gewonnen und belegt insgesamt den zweiten Platz (48 Prozent). Bei den Befragten zwischen 16 und 29 Jahren hingegen, belegt Berlin den ersten Platz. Da Berlin vor allem bei jungen Menschen beliebt ist, ist langfristig damit zu rechnen, dass die Hauptstadt Dresden einholen wird. Auch München und Leipzig haben bei den jüngsten Anfragen Stimmen gewonnen und kommen laut aktueller Umfrage auf Platz drei und vier.

Da denkmalgeschützte Immobilien eine sehr große Vielfalt aufweisen, sind Baudenkmale auch bei allen Altersgruppen äußerst beliebt. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich jedoch gravierende Unterschiede in der Präferenz der einzelnen Gebäudetypen. Zum Beispiel werden Fachwerkhäuser von insgesamt 28 Prozent der Bevölkerung favorisiert und sind damit der beliebteste Bautyp unter den denkmalgeschützten Gebäuden. Aber dieser hohe Prozentsatz resultiert vor allem aus der Tatsache, dass Fachwerkhäuser vor allem von Menschen über 60 Jahren bevorzugt werden. Für jüngere Generationen sind alte Fabrikgebäude und Loftwohnungen besonders attraktiv. Jeder dritte Befragte zwischen 16 und 29 Jahren erklärt den Wunsch, in einem sanierten Industriebau zu leben. Aufgrund der hohen Nachfrage halten die Deutschen die bestehenden staatlichen Zuschüsse für die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude für nicht ausreichend. So bekunden nur 32 Prozent der Ostdeutschen ihre volle Zufriedenheit mit den staatlichen Fördermitteln für die Sanierung denkmalgeschützter Bausubstanz.

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