Wohneigentumsquote steigt

Deutschlande hat die zweitniedrigste Wohneigentumsquote in Europa. Das könnte sich nun aufgrund aktueller sozioökonomischer Entwicklungen ändern.

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern weist Deutschland eine sehr niedrige Wohneigentumsrate auf, mit einer Gesamtquote von 45,5 Prozent und einem noch niedrigeren Anteil von 12 bis 25 Prozent in Großstädten. In ländlichen Gebieten ist die Eigentumsquote allgemein höher als in städtischen Regionen, weil die Immobilienpreise in der Regel niedriger sind. Darüber hinaus werden Orte auf dem Land eher als langfristiger Wohnort gewählt, während Menschen, die in der Stadt leben, öfter umziehen.

Ein Grund für die niedrige Eigentumsquote in Deutschland sind unter anderem die hohen Baukosten. Eine aktuelle Studie der Deutschen Postbank deutet allerdings darauf hin, dass die Eigentumsquote in Zukunft ansteigen wird. Es zeigt sich, dass 40 Prozent der 18- bis 34-Jährigen Wohneigentum erwerben möchten, da dieses die sicherste Wertanlage darstellt und eine beliebte zusätzliche Absicherung gegenüber der staatlichen Rente darstellt. Angesichts der aktuellen Zinssituation für Durchschnittsverdiener zeigte die Umfrage auch, dass es in Deutschland keine Standorte gibt, an denen sich Immobilieninvestments langfristig nicht auszahlen würden. Das liegt vor allem daran, dass die aktuellen Zinssätze nach wie vor niedriger liegen als je zuvor. Vor weniger als 10 Jahren waren die Zinsen für Bautätigkeiten zwei- bis dreimal so hoch wie heute. Zukünftigen Bauherren wird daher empfohlen, die sehr guten Bedingungen auszunutzen und Bauvorhaben zeitnah umzusetzen.

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