Bedarf an Mikroapartments für Studenten wächst

Die steigenden Studentenzahlen führen in vielen Orten zu Engpässen auf dem Wohnungsmarkt. Der Bau von Mikroapartments könnte Abhilfe schaffen.

Bild: pexels.com

Die Zahl der Studierenden in Deutschland erreicht im Wintersemester 2017/2018 ein laut Statistischem Bundesamt neues Rekordhoch. Derzeit sind 2.847 Millionen Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Dies entspricht einer Steigerung von 1,5 Prozent (40.800 Studierende) gegenüber dem Vorjahr. Folglich steigt die Nachfrage nach studentischem Wohnraum. Obwohl viele Studenten in Wohngemeinschaften leben, um ihre monatlichen Kosten zu senken, treiben die steigenden Mieten die auch die WG-Zimmerpreise in die Höhe. An den universitären Standorten liegt der Regelpreis für studentischen Wohnraum für das laufende Semester 26 Prozent über dem Niveau vom Sommersemester 2012.

Auf Basis von mehreren tausend Mietanzeigen für Wohngemeinschaften werten verschiedene Forschungsinstitute regelmäßig die durchschnittlichen die Mietpreise zu Beginn jeden Semesters aus. Dabei werden die Standardpreise (Durchschnittswert 50 Prozent) für alle wichtigen Hochschulstandorte in Deutschland sowie die Preisspanne für die Bruttomiete eines unmöblierten Raums zwischen 10 und 30 Quadratmeter erfasst. Angesichts des erneuten Anstiegs der Mietpreise fordert der Deutsche Studentenwerkverband dringend einen bundesweites Sozialprogramm zum Bau von mindestens 25.000 neuen Studentenwohnungen. Vor allem der Bau von Mikroapartments rückt daher in den Fokus von Studentenstädten mit hohen Mieten wie Frankfurt, München oder Berlin.

Diese Seite ist auch verfügbar auf: enEnglish